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Filterkomponente einer Kreislaufanlage
 
Rundbecken zur Intensivaufzucht

AB 3: Aquakultur, Fischereitechnik

Teich-im-Teich-System 
Auf dem Gebiet der Aquakultur werden Fragen der modernen Verfahrens- und Anlagentechnologie einschließlich der biotechnologischen Anforderungen und der betriebswirtschaftlichen Aspekte bearbeitet. Das betrifft insbesondere die Forellenproduktion in Anlagen, die intensive Satzkarpfenaufzucht und die Warmwasserfischproduktion. Die dabei betrachteten Produktionsformen sind offene, teilgeschlossene und geschlossene Kreislaufanlagen, Teich-in-Teich-Anlagen und Netzgehege auf Seen.

Verläufe einiger Wasserqualitätsparameter

Eine gegenwärtig besonders aktuelle Fragestellung ist die Erarbeitung und Einführung neuer wassersparender sowie emissionsarmer bzw. -freier Anlagentechnologien für die Forellenproduktion. Gleichzeitig müssen aber weitgehend optimierte Haltungsbedingungen, ein geringer Arbeitszeitaufwand und eine ökonomische Betriebsweise gewährleistet werden. Neben verfahrenstechnologischen Realisierungsmöglichkeiten und angepassten Bewirtschaftungsformen sind in diesem Rahmen Input-, Output und Umsatz-Kennwerte der Fische unter Produktionsbedingungen zu erarbeiten bzw. zu vervollkommnen, um auf dieser Grundlage die verfahrens- und biotechnologischen Prozesse modellieren und vorausberechnen zu können.

Juvenile Großmaränen
Zum anderen werden Fragen der Entwicklung der Fischbestände und der fischereilichen Nutzung künstlich entstandener Gewässern bearbeitet. Insbesondere betrifft das die in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen in großer Anzahl und Fläche entstehenden Braunkohletagebauseen. Im Rahmen von Gutachten für die einzelnen Seen werden die Lebensbedingungen für Fische betrachtet, das fischereiliche und fischfaunistische Leitbild abgeleitet sowie die erforderlichen fischereilichen Maßnahmen zum Aufbau eines gewässertypischen Fischbestandes und dessen zukünftige Nutzung erarbeitet.

Weiterhin stehen Probleme der Fangtechnik, insbesondere der Elektrofischerei im Blickpunkt. Angesichts der großen Bedeutung, die dieses Verfahrens für die Bewertung der Fischbestände im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der FFH-Richtlinie hat, muss den Fragen der Standardisierung der Fangverfahren und der Sicherung einer ausreichenden Fangeffektivität eine verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

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