Fischen im Morgennebel (Fishing at dawn) © A. Müller-BeleckeAngler am Fluss (Angler at a river) © Ruben van TreeckAuengewässer mit Schilfbewuchs (Backwater with reedbelt) © Sven MaternEin ruhiger Morgen auf dem Wasser (A calm morning on the water) © Sven MaternInstitut für Binnenfischerei e.V. - Jägerhof (Potsdam Institute of Inland Fisheries) © A. Müller-Belecke
 
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Ökologische, soziale und ökonomische Dimension der Angelfischerei im Bereich der deutschen Oder ("OderAngeln")

 

Fördergeber:
Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung des Landes Brandenburg (LELF)
Projektlaufzeit:
2023 - 2027
Worum es geht:
Das Fischsterben in der Oder im Sommer 2022, verursacht durch ein massenhaftes Auftreten der Goldalge (Prymnesium parvum), hat langfristige Folgen. Das Projekt widmet sich der Frage wie es um den Fischbestand der Oder steht und wie er sich seit dem Ereignis 2022 entwickelt hat. Dazu wird auch die Mithilfe von freiwilligen Angler*innen benötigt, die ihre Fänge dokumentieren können. Diese Fangbücher werden dann analysiert.
Projektpartner:
  • Landesanglerverband Brandenburg e.V. Link

  • Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V. Link

  • Angler und Anglerinnen (freiwillige Teilnehmer von Fangbuchstudien)

  • Usuma GmbH (Fangbuchstudien) Link

Ansprechperson IfB:

Thilo Pagel

+49 (0)33201/ 406 - 48

 

Auch Du hilfst der Oder, oder?

Die Oder ist ein einzigartiges Angelrevier, das weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt ist. Daher waren die Bilder des Fischsterbens im letzten Sommer für viele Anglerinnen und Angler nur schwer zu ertragen. Hunderte Tonnen toter Fische verschiedener Arten mussten auf rund 500 Kilometern entlang des Flusses geborgen werden. Das tatsächliche Ausmaß sowie die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Fischsterbens sind bis heute kaum abschätzbar. Bis zur vollständigen Erholung des Fischbestandes werden Jahre vergehen, was nicht nur die Existenzgrundlage vieler Fischereibetriebe gefährdet, sondern auch die Angelfischerei langfristig betreffen wird.

Das Institut für Binnenfischerei e.V. (IfB) Potsdam-Sacrow hat daher gemeinsam mit Landesanglerverband Brandenburg e.V. und dem Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin e.V. ein mehrjähriges Forschungsprojekt ins Leben gerufen: „OderAngeln“. Es soll die Auswirkungen des Fischsterbens auf die Angelfischerei untersuchen und in Zusammenarbeit mit Anglerinnen und Anglern eine nachhaltige Fischerei an der Oder entwickeln und fördern. Finanziert wird das Projekt „OderAngeln“ aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes Brandenburg.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung sollen Fangdaten ermittelt werden, die als ein wichtiger Indikator für die Bestandsentwicklung und -erholung dienen. Darüber hinaus soll die soziale und ökonomische Bedeutung der Angelfischerei ermittelt werden und stärker in zukünftige Managemententscheidungen einfließen. Das wird dazu beitragen eine zukünftig nicht nur ökologisch nachhaltige, sondern auch ökonomisch tragfähige sowie sozialverträgliche Nutzung der Bestände zu gewährleisten.

 

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