Institut für Binnenfischerei e.V. - Jägerhof (Potsdam Institute of Inland Fisheries) © A. Müller-BeleckeEin ruhiger Morgen auf dem Wasser (A calm morning on the water) © Sven MaternAuengewässer mit Schilfbewuchs (Backwater with reedbelt) © Sven MaternFischen im Morgennebel (Fishing at dawn) © A. Müller-BeleckeAngler am Fluss (Angler at a river) © Ruben van Treeck
 
Alte Oder bei  Schiffmühle (Foto IfB Potsdam)

OderZusammen

 

Fördergeber:

Europäische Union (INTERREG)

MLEUV Brandenburg

Projektlaufzeit:
2025 - 2027
Worum es geht:
Die Oder bildet die Grenze zwischen Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie und ist gleichzeitig eine gemeinsame Ressource mit zahlreichen Ökosystemleistungen. Ziel des Projektes ist es, Informationen zusammenzutragen und gemeinsam mit Wissenschaftlern, Managern und Interessenvertretern aus Brandenburg und Polen Managementlösungen zu Wasserqualität, Fischbiodiversität, Fischerei und Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln. 
Projektpartner:
  • Bundesanstalt für Gewässerkunde Link

  • Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) Link

  • Warschauer Universität für Biowissenschaften Link

  • Naturwissenschaftliche Universität Breslau Link

Ansprechperson IfB:

Dr. J. Tyrell DeWeber

+49 (0)33201/ 406 - 12

 

OderZusammen: Analysen und Lösungen für das grenzüberschreitende Management von Wasserqualität, Biodiversität, Fischerei und anderen Ökosystemleistungen

Problemstellung und Projektziel:

Die Oder bildet die Grenze zwischen Brandenburg und der Woiwodschaft Lubuskie und ist gleichzeitig eine gemeinsame Ressource mit zahlreichen Ökosystemleistungen. Eine Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der Oder steht jedoch vor vielen Herausforderungen. Dies zeigen nicht nur die katastrophalen Überschwemmungen und Dürreperioden der letzten Jahre, sondern auch das im Jahr 2022 von der Alge Prymnesium parvum hervorgerufene Sterben von Fischen und Mollusken. Die Herausforderung, das Flusssystem wiederherzustellen, erfordert grenzüberschreitende Anstrengungen, Lösungen und Plattformen für den Austausch. Das Projekt zielt darauf ab, Informationen zusammenzutragen und gemeinsam mit Wissenschaftlern, Managern und Interessenvertretern aus Brandenburg und Polen Lösungen für das grenzüberschreitende Management von Wasserqualität, Fischbiodiversität, Fischerei und Ökosystemdienstleistungen zu entwickeln. 
Das Projekt ist in fünf Arbeitspakete gegliedert. Im ersten Arbeitspaket wird ein Modell entwickelt, welches kurzfristige Prognosen zur Wasserqualität und zum Risiko von Prymnesium-Blüten für die gesamte Oder liefern soll. Das Modell wird auch zu einem besseren Verständnis beitragen, wie sich klimatische Bedingungen und Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Wasserqualität und die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Prymnesium-Blüten auswirken. In den Arbeitspaketen zwei und drei werden grenzüberschreitende fischökologische und fischereiliche Fragestellungen adressiert. Ziel des vierten Arbeitspakets ist es, die Bedeutung der Ökosystemleistungen der Oder und ihrer biologischen Vielfalt für die Bewohner in Brandenburg und der Woiwodschaft Lubusz zu erfassen. Im letzten Arbeitspaket sollen die Daten und Instrumente aller vorherigen Teilprojekte zusammengeführt werden. Ziel ist es, die Auswirkungen alternativer Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Wasserqualität, die biologische Vielfalt der Fische, die Fischerei und andere Ökosystemleistungen unter verschiedenen Klima- und Umweltszenarien zu vergleichen.
Das IfB wird das gesamte Projekt leiten und in jedem Arbeitspaket bis zu fünf Untersuchungen und Analysen durchführen.
 

Dr. Tyrell DeWeber eröffnet die deutsch-polnische Auftaktveranstaltung zum Projekt (Foto: P. Czapla, IfB)

Deutsch-polnische Auftaktveranstaltung zur Fischerei an der Oder

Am 20.03.2026 fand unter dem Titel „Ein gemeinsames Gewässer, eine gemeinsame Verantwortung: Fischerei an der Oder“ die deutsch-polnische Auftaktveranstaltung statt, die vom IfB organisiert wurde. Das Anliegen der Veranstaltung war der Austausch zu Themen der praktischen Fischereiausübung an der Oder und zum Zustand der Oder-Fischfauna. Die Einladung richtete sich primär an die Fischereirechtsinhaber und -ausübungsberechtigten in der Projektregion sowie deren Vertretung auf regionaler Ebene und Landesebene. Zudem erhielten die regionalen Fischerei- und Wasserbehörden eine Einladung, sowohl auf der deutschen als auch polnischen Oderseite. Als Veranstaltungsort diente das zentral in der Projektregion gelegene Kleist Forum in Frankfurt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zunächst das Projekt „OderZusammen“, die Arbeitspakete und deren Ziele vorgestellt. Durch weitere Impulsvorträge zu spezifischen Themen der Fischereiausübung an der Oder wurden im Anschluss Anreize für eine erste gemeinsame Diskussion geschaffen. Dazu waren externe Referenten aus dem Bereich der angewandten Wissenschaft sowie aus den für die Fischerei zuständigen Ministerien eingeladen. Simultane Übersetzung der Vorträge und Diskussionen erlaubte die Übertragung vom Deutschen ins Polnische und umgekehrt in Echtzeit. Insgesamt haben fast 40 Personen an der Veranstaltung teilgenommen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden in einer offenen Diskussionsrunde nicht nur landesspezifische Besonderheiten im Zusammenhang mit der praktischen Ausübung der Fischerei, sondern auch Unterschiede bei den fischereilichen Bestimmungen und Zuständigkeiten erörtert. Darauf basierend konnten erste Ansätze zur Umsetzung eines gemeinsamen Fischereimanagements an der Oder sowie das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Das Logo der Interreg Deutschland-Polen mit Kofinanzierung der EU

Das OderZusammen-Projekt wird durch das Kooperationsprogramm der EU - INTERREG VI A Brandenburg-Polen 2021-2027 - mit beinahe 2,5 Mio € gefördert

 

 

Das Brandenburger Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) stellt in Kofinanzierung den Eigenanteil für das IfB in Höhe von ca 240.000,-€ bereit.

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